Archiv der Kategorie: Nimmerklug auf dem Mond

28. Als die Rakete verschwunden war

„Immerklug war sehr erstaunt als er am Tag des Abflug … kein Raumschiff sah.“, da Nudeldick das Raumschiff mitten in der Nacht versehentlich vorzeitig gestartet hatte.
Sofort suchten alle Knirpse nach der Rakete oder Hinweisen wer sie gestohlen haben könnte.
Nach einer Weile bekamen sie heraus dass die Knirpse Nimmerklug und Nudeldick fehlten. Auch hatte jemand in der Nacht beobachtet wie sie zur Rakete geschlichen waren und die Rakete weggeflogen war.
Sprotte vermutete gleich dass der Start der Rakete ein Versehen war, weil dafür schon ein einziger Tastendruck reicht.
Je mächtiger die Werkzeuge der Menschen sind, um so mehr kann durch menschliches Versagen schief gehen, außer wenn die Ausführungsgewalt von den Menschen auf die Maschine übertragen wird. Ob dass immer so gut ist, sei dahin gestellt. Interessenten können bei Google nachfragen wie ihre Erfahrungen mit rein maschineller Kontrolle sind.
Sternblume wollte gleich hinterher fliegen um sie zu retten. Immerklug hatte zuerst keine Lust weil die zwei ja alleine Schuld sind an ihrem Unglück, aber da man zum Verfolgen eine neue Rakete konstruiert werde musste, machte er sich gleich an diese neue Herausforderung.
Da diesmal kein Mondstein zur Verfügung stand, konstruierte er zusammen mit Sternblume, Sprotte und Professor Sternchen eine mehrstufige Rakete.
Für alle interessierten wird in diesem Kapitel recht genau das Konzept einer Mehrstufigen Rakete erklärt.
Trotzdem sich alle Beteiligten beeilten, dauerte der Bau der Rakete mehrere Monate. Schließlich wurde die Rakete fertig.

27. Unter der Brücke

Auch wenn Nimmerklug und Ziege nun beide arbeitslos waren, mussten sie trotzdem nicht lange einen neuen Job suchen. Am nächsten Tag kam Knauserfeld. Er kam mit allen Lieferwagen, die die Nudelfabrik hatte, um alle neuen Arbeitskräfte nach Brechen zubringen. Er fuhr direkt vor die Tür von Mülliges Hotel und rekrutierte seine Arbeitskräfte. Er inspizierte und befragte alle Arbeitskräfte genau um nur gesunde und gefügige Arbeiter anzustellen.
Jeder neuangestellte Arbeiter bekam auch ein Würstchen (um einen bindenden Vertrag zu Stande zu bekommen?) das Knauserfeld ihnen aber später vom ersten Gehalt bezahlen lassen wollte.
Als die neuen Arbeiter bei der Nudelfabrik in Brechen ankamen, gab es einen Kampf mit den bisherigen Arbeitern der Fabrik, die es nicht zu lassen wollten, dass die neuen Arbeiter ihre Arbeitsplätze übernahmen. Die Neuankömmlinge wurden vertrieben, verhauen oder in den Fluss geworfen. Dabei verlor Ziege seinen Hut und Nimmerklug seine Schuhe. So konnte keiner von beiden sich in die Stadt trauen, um Arbeit zu suchen. Denn ohne vollständige Kleidung würden sie von der Polizei weggefangen.
Das erinnert mich irgendwie an Schilder an Imbissbuden in Amerika ‚Keine Schuhe, keine Shirt-> Keine Bedienung‘
Da Zieges Schuhe zu klein für Nimmerklug waren, gab Nimmerklug seinen Hut an Ziege, so dass er Arbeit suchen konnte.
Nimmerklug selbst versteckte sich den ganzen Tag unter einer Brücke. Hier gibt es auch eine kurze mittelmäßige Beschreibung, wie man sich die Langeweile vertreiben kann. Am Abend kamen noch mehr Knirpse unter die Brücke. Die übernachteten dort regelmäßig, weil sie kein Geld für eine richtige Unterkunft haben oder lieber nicht in einer stickigen, verwanzten Unterkunft hausen wollen.
Das sind auch die Gründe warum manche Obdachlose im Sommer lieber draußen übernachten. Sie finden die Unterkünfte unangenehm oder haben Angst dass sie beklaut werden. Manche bleiben auch draussen weil sie ihre Hunde nicht mitnehmen dürfen.
Und das obwohl es verboten ist. Dem entsprechend befürchteten sie dass Nimmerklug und später dann auch Ziege Polizisten seien.

Als alle schliefen kamen die echten Polizisten, betäubten alle mit ihren Elektroschock-Knüppel und warfen sie in einem Gefangenentransporter um sie zur Insel zu bringen.

26. Nimmerklug arbeitet

Nimmerklug und Ziege verdiente mit kleinen Gelegenheitsarbeiten gerade genug um nicht zu verhungern und trotzdem noch auf den billigsten Plätzen übernachten zu dürfen. Leider gab es auf den billigen Plätzen mehr Ratten und Wanzen und außerdem war da das Ungeziefer auch aggressiver. Schließlich biss eine Ratte Ziege in den Hals und Nimmerklug musste für Zwei arbeiten. Zum Glück fand er eine Festanstellung als Hundesitter. Er wohnte dann sogar in der Villa der Hundebesitzerin und nicht mehr in Mülliges Hotel. Genaugenommen sollten er auch keinen Kontakt mehr zu irgendjemand dort haben. Trotzdem half Nimmerklug weiterhin Ziege. Er brachte ihm Essensreste und bezahlte ihm einen Arzt so dass er wieder gesund wurde.
Ohne Nimmerklugs Einkommen als Hundesitter wäre er gestorben, da es in dieser Welt keine Krankenversicherungpflicht gibt.
Da Nimmerklug aber regelmäßig Ziege besuchte, bekam seine Arbeitgeberin Frau Neunauge Wind davon. Genaugenommen roch sie an ihren Hunden Rattengestank, denn die Hunde spielten bei den Besuchen immer gerne mit den Ratten. Und ich dachte das machen nur Katzen. Deshalb beauftragte Nimmerklugs Arbeitgeberin einen Detektiv, um herauszufinden warum ihre Lieblinge so rochen. Als dieser Frau Neunauge in die Arbeiterunterkunft brachte, wo sie sah dass ihre Hunde zum Spiel die Ratten jagten, wurde sie ohnmächtig und Nimmerklug war seinen Job los. Zumindest waren Nimmerklug und Ziege beide gesund, wenn auch arbeitslos.

In diesem Kapitel wurde ausgiebig darauf eingegangen was Tiernarren alles mit ihren Lieblingen anstellen. Leider ist dies nicht Fantasie sondern realer als einem lieb ist. Es gibt Friseure, Wellness Anlagen, Hotels, Restaurants, Theater und Sportveranstaltungen extra für Hunde! Seit Anfang 2012 gibt es auch Fernsehen für Hunde ab 5 Dollar pro Monat. (Dogtv.com)

25. Die Panik auf Pressens Lastkahn

Knauserfeld, der vom Schaffner in der Panoptikum aus dem Zug geworfen worden war, irrte stundenlang in Panoptikum umher, bevor er mitbekam dass er nicht in Brechen war.
Mit einem Tag Verspätung war er erst wieder zurück in Brechen.
In der Zwischenzeit fingen ein paar Spekulanten an den Aktienpreis durch entsprechende Zeitungsartikel wieder nach oben zu treiben, da sie nach dem negativen Artikel in Oktopus‘ Zeitung sehr billig viele Aktien von der Gesellschaft der riesigen Pflanzen gekauft hatten. (Es wird insgesamt nur über die Aktien dieser einen Gesellschaft berichtet.)
In diesem Kapitel wird dem Leser auch recht gut der Aktienhandel und das Verfahren für einfachen Käufe und Verkäufe erklärt.
Um die Kauf- und Verkaufsaktionen für die Aktien besser steuern zu können beschließt Knauserfeld wieder nach Pressen zu fahren, da es nur in den Städten Pressen, Grabenberg und Sankt-Mücke einen Aktienhandel gibt.
Wieder in Pressen bemerkt er dass die Aktien steigen. Da er befürchtete das sie noch weiter steigen begann er sofort mit dem Kaufen der Aktien. Der Aktienpreis steig weiter; sowohl wegen der Zeitungsartikel als auch durch Knauserfelds große Nachfrage.
Die Spekulanten die den Preis hochgetrieben hatten, verkauften auch all ihre Aktien an Knauserfeld.
Als Knauserfeld dann Kasse machen wollte, wollte keiner mehr die Aktien, denn Oktopus hatte in einem neuen Artikel darauf hingewiesen, dass das gesamte Geld der Aktiengesellschaft, zusammen mit den Gründern, verschwunden ist, und dass die Gesellschaft dadurch wertlos ist.
Da Knauserfeld fast sein ganzes Geld für den Kauf, der nun wertlosen Aktien, verbraucht hatte, konnte er nicht einmal mehr seine Arbeiter in der Nudelfabrik richtig bezahlen.
Um weiterhin noch Mehl für seine Fabrik kaufen zu können, versuchte er das Gehalt der Arbeiter zu halbieren, aber die streikten daraufhin.
Auch fand er keine neuen billigen Arbeitskräfte in Brechen, so dass er beschloss neue billigere Arbeitskräfte in Sankt-Mücke zu rekrutieren, wo es die niedrigsten Löhne und die meisten Arbeitslosen gab.